Temporäre Flüchtlingsunterkunft aus wiederverwerteten Wohnmodulen – Sportplatz Aachen

Bauen im Bestand, Modulbau, Sozial, Wohnen

SzA_AA_1SzA_AA_2SzA_AA_3SzA_AA_4SzA_AA_5SzA_AA_6SzA_AA_7SzA_AA_8SzA_AA_9SzA_AA_10SzA_AA_11SzA_AA_12SzA_AA_13

Zweite Chance für Spacebox

Spacebox ist ein modulares Gebäudekonzept des niederländischen Architekten Mart de Jong. Das Projekt wird seit 2004 erfolgreich in Zusammenarbeit mit Studentenwerken an sechs verschiedenen Universitätsstandorten in den Niederlanden erprobt. (Quelle: Wikipedia) Nach dem Ablauf der Standzeit wurden die Module teilweise abgebaut und zwischengelagert.

Um die hohe Nachfrage an temporären Unterkünften nicht nur durch neu anzuschaffende Containerlösungen zu bewältigen, schlugen wir vor die zur Verfügung stehenden Spaceboxen zu sanieren und wiederzuverwerten. Dabei stand neben der Wirtschaftlichkeit vor allem die Nachhaltigkeit des  Wiederverwertungskonzepts im Vordergrund, da die Gebäude nach Ablauf der relativ kurzen Nutzungszeit restlos zurückgebaut und entsorgt werden müssen. Im Gegensatz zu der ursprünglich mehrgeschossigen Aufstellung der Spaceboxen, schlugen wir eine Erdgeschossige Anordnung vor, um so mit Rücksicht auf die Nachbarschaft,  eine Wohnblockbildung zu vermeiden und eher eine Art Dorfcharakter zu erhalten. Der höhere Wohnkomfort der Spaceboxen, die im Gegensatz zu den üblich eingesetzten Wohncontainern als eigenständige Apartments mit Kochnische und kleinem Bad konzipiert wurden, kam dem Dorfcharakter entgegen.

Ort:

Aachen

BGF:
ca. 2000 m²

Jahr:

2016

Fotos:

Andreas Horsky

Client: Gebäudemanagement der Stadt Aachen Aufgaben: LP 1-4 Website: http://www.aachen.de